US-Sach- und Haftpflichtversicherungsbranche erholt sich – Risiken bleiben
Die Sach- und Haftpflichtversicherungsbranche erholt sich in den USA dank günstiger Bedingungen. Bis 2028 wird das Prämienwachstum der Branche das US-BIP-Wachstum voraussichtlich übertreffen.
Michel Léonard, Chefökonom und Datenwissenschaftler beim Triple-I. YouTube/ @IiiOrg
Angetrieben durch günstige versicherungstechnische Bedingungen, sich stabilisierende Wirtschaftsfaktoren und allmählich nachlassendem Druck durch Schadenkosten stehen die Zeichen bei der US-Sach- und Haftpflichtversicherungsbranche auf Erholung. Dies geht aus einem neuen Bericht des Insurance Information Institute (Triple-I) und von Milliman hervor. Der Bericht kommt zum Schluss, dass für die wichtigsten Versicherungssparten bis 2028 eine stärkere versicherungstechnische Entwicklung prognostiziert wird, die das Wachstum der US-Gesamtwirtschaft übertrifft – trotz drohender geopolitischer Risiken und schwerer Wetterereignisse.
Michel Léonard, Chefökonom und Datenwissenschaftler beim Triple-I, sagte: «Unsere jüngsten Wirtschaftsprognosen für die Schaden- und Unfallversicherungsbranche haben sich seit Anfang dieses Jahres verbessert. Das zugrunde liegende Wachstum im Schaden- und Vorsorgegeschäft, ein wichtiger wirtschaftlicher Treiber für das Prämienwachstum im Bestands- und Neugeschäft, wird voraussichtlich bis 2028 das gesamte BIP-Wachstum der USA übertreffen. Trotz dieser Dynamik sehen wir weiterhin erhebliche Risiken für die wirtschaftlichen Treiber im Schaden- und Vorsorgegeschäft, insbesondere im weiteren Verlauf des Jahres 2026, einschliesslich, aber nicht beschränkt auf den durch den Konflikt am Persischen Golf verursachten Inflationsdruck.»