Stärke der privaten Elementarschadenversicherung bestätigt
Ein Jahr nach dem Felssturz von Blatten: Der Jahresabschluss des Elementarschadenpools (ESP) zeigt, dass sich die private Elementarschadenversicherung auch bei lokal konzentrierten Grossereignissen bewährt.
Blatten ein Jahr nach dem Bergsturz: Der Elementarschadenpool hat seine zentrale Funktion als Stabilitäts- und Ausgleichsmechanismus bei lokal konzentrierten Naturereignissen erneut unter Beweis gestellt. Keystone
«Klare Abläufe, standardisierte Deckungen, Wettbewerb und der solidarische Ausgleich ermöglichen eine rasche und verlässliche Schadenbewältigung», schreibt dazu der Schweizerische Versicherungsverband SVV in einer Mitteilung vom Dienstag. Demnach stellte der Felssturz von Blatten (VS) vom 28. Mai 2025 die betroffene Bevölkerung, die privaten Versicherer und den Elementarschadenpool vor grosse Herausforderungen. Der versicherte Gesamtschaden wird auf rund 255 Millionen Franken geschätzt. Davon entfallen rund 240 Millionen Franken auf Schäden innerhalb des Elementarschadenpools: 210 Millionen Franken betreffen Gebäudeschäden, 30 Millionen Franken Hausrat und Fahrhabe. Zusätzliche 15 Millionen Franken entfallen auf versicherte Schäden ausserhalb des ESP, insbesondere Betriebsunterbruch sowie Motorfahrzeugkaskoschäden. Der Elementarschadenpool ist ein freiwilliger Zusammenschluss privater Versicherer zum besseren Risikoausgleich bei Elementarschäden. Zudem kauft der ESP für seine Mitglieder auf dem globalen Markt Rückversicherungsschutz auf gemeinsame Rechnung ein.
Rasche Schadenabwicklung dank koordinierter Abläufe, Wettbewerb und Solidarität
Die Privatversicherer haben die Betroffenen in Blatten rasch und unbürokratisch unterstützt. Bereits vier Monate nach dem Ereignis waren bei Totalschäden über 80 Prozent der Versicherungssummen für Gebäude und Hausrat ausbezahlt. Diese schnelle Unterstützung wurde durch klar definierte Prozesse, standardisierte Deckungen und eine enge Koordination in der Branche ermöglicht.