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Special Vorsorge

Vorsorgelücke wächst vor allem bei höheren Löhnen

Die Renten aus AHV und Pensionskasse decken immer weniger vom letzten Lohn. Zugleich schwindet das Vertrauen in die AHV.

Sandra Willmeroth

Künftige Pensionäre sorgen sich vor allem um Wohn- und Mobilitätskosten.
Künftige Pensionäre sorgen sich vor allem um Wohn- und Mobilitätskosten.Lucy Lambriex

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Wer heute vor der Pensionierung steht, muss je nach Einkommenshöhe mit einer deutlich grösseren Differenz zwischen Erwerbseinkom­men und Altersrente rechnen als noch vor gut zwei Jahrzehnten. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie «VZ Pensionierungs-Barometer 2026». Sie untersucht zum achten Mal die Entwicklung der Leistungen aus AHV und Pensionskasse sowie das Vertrauen der Bevölkerung in das Vorsorgesystem. Die langfristige Entwicklung wird anhand mehrerer Modellrechnungen abgebildet. Im Erwartungsindex betrachtet es einen 55-jährigen Mann mit einem gleichbleibenden versicherten Bruttojahreslohn von 120'000 Franken. Im Jahr 2002 konnte diese Modellperson für den Zeitpunkt der Pensionierung zehn Jahre später mit einer jährlichen Rente aus AHV und Pensionskasse von 74'920 Franken rechnen. 2026 beträgt die prognostizierte Jahresrente noch 62'660 Franken. Das entspricht einem Rückgang um 12'260 Franken oder 16,4 Prozent.
Hinter der Gesamtentwicklung stehen ­gegenläufige Veränderungen in den beiden Säulen. Einschliesslich der 13. AHV-Rente, die im Dezember 2026 erstmals ausbezahlt wird, ist die AHV-Leistung im Modell seit 2002 um 33 Prozent auf 32'760 Franken gestiegen. Die erwartete Pensionskassenrente ging im selben Zeitraum um 40 Prozent auf 29'900 Franken zurück. Damit hat sich auch das Verhältnis verschoben: 2002 stammte rund ein Drittel der erwarteten Gesamtrente aus der AHV, heute sind es 52,3 Prozent. Der Anteil der Pensionskasse sank entsprechend von rund zwei Dritteln auf 47,7 Prozent. «Die Pensionskassen haben die Finanzierung an die längere Lebenserwartung angepasst», erklärt Karl Flubacher, Vorsorgeexperte beim VZ Vermögenszentrum, und ergänzt: «Dadurch steht die grosse Mehrheit der Vorsorgeeinrichtungen heute auf festen Beinen.»
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