KI-Inhalte: 94 Prozent befürworten eine Kennzeichnungspflicht
Die Schweizer Bevölkerung ist sich bewusst, dass künstliche Intelligenz bei Cyberbetrugsfällen ein zusätzliches Risiko darstellt, wie aus dem AXA Cybersorgenmonitor hervorgeht.
Die in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Sotomo zum zweiten Mal durchgeführte Studie liefert ein umfassendes Bild davon, was die Bevölkerung im Umgang mit digitalen Medien beschäftigt. Demnach rechnet eine deutliche Mehrheit damit, dass KI-gestützte Betrugsmaschen künftig häufiger und schädlicher sein werden: 87 Prozent erwarten eine Zunahme der Cyberbetrugsfälle, 77 Prozent gehen von einem höheren finanziellen Schaden pro Fall aus.
Die Glaubwürdigkeit von Informationen wird denn auch von 61 Prozent der Befragten als grosse Herausforderung, welche KI-Inhalte mit sich bringen, angesehen (5 auf einer Skala von 1 bis 5). Aber auch die Transparenz und Verantwortung für die Erstellung von Medieninhalten (51 %), die politische Meinungsbildung (51 %) und der Datenschutz (48 %) stellen laut der Bevölkerung grosse Herausforderungen dar. «Im Internet gibt es keine Hemmschwelle mehr bei der Verbreitung von Fälschungen», sagt Katrin Sprenger, Verantwortliche der AXA Cyber-Präventionsservices. «Ob für Klicks, für Cyberbetrug oder zur gezielten Manipulation von Meinungen: Alle können heute mithilfe von KI realistische Imitate produzieren und weitestgehend unkontrolliert veröffentlichen.» Ein beträchtlicher Anteil sagt über sich denn auch, Mühe bei der Erkennung von KI-Texten (65 %), KI-Bildern (53 %) und KI-Audioinhalten (49 %) zu haben. «Die Technologien werden laufend besser. Zu lernen, KI-generierte Inhalte zu erkennen, kann deshalb nicht das Ziel sein», so Sprenger. «Wir sollten digitale Inhalte grundsätzlich auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen, bevor wir ihnen Vertrauen schenken.»