Allianz: Europas Autoindustrie spart an falscher Stelle
Vor der Pariser Autoshow stellt die Allianz Europas Autobauern ein hartes Zeugnis aus: Zu lange sei Geld in Verbrenner, Dividenden und Rendite geflossen – nun drohen weitere Marktanteilsverluste.
«Die Kapitalallokation der vergangenen zwei Jahrzehnte ist ein Bumerang, der jetzt zurückkommt»: Guillaume Dejean, Autofachmann bei Allianz Trade. LinkedIn
Europäische Grosskonzerne in anderen Branchen haben demnach ihre Investitionen in diesem Jahr um zehn Prozent erhöht. Die Volkswirte des Münchner Dax-Konzerns stellen den Chefetagen der heimischen Autoindustrie in der unverblümt formulierten Studie ein schlechtes Zeugnis aus. Die Hauptursache des Niedergangs sei hausgemacht: Die europäische Autoindustrie hat ihr Geld demnach in den vergangenen zwei Jahrzehnten für die falschen Zwecke ausgegeben. Veröffentlicht wurde die Studie von Allianz Trade, der auf Kreditversicherung spezialisierten Tochter des Versicherungskonzerns.