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Special Pensionskassen

Trumpf im Kampf um Talente

Firmen suchen die attraktivsten Vorsorgemodelle für ihre Mitarbeitenden, Pensionskassen stehen im Wettbewerb. Das birgt systemische Risiken.

Sandra Willmeroth

Man shuffling playing cards, close-up
Gefährlicher Trumpf: Setzt der Wettbewerb die Solidarität aufs Spiel? Getty Images

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Der Schweizer Arbeitsmarkt bleibt auch 2025 von einem strukturellen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften geprägt. Zwar liegt der von der Adecco-Gruppe Schweiz und dem Stellenmarkt-Monitor der Universität Zürich erhobene Fachkräftemangel-Index rund 22 Prozent unter dem Vorjahreswert und nähert sich damit wieder dem Niveau von vor der Corona-Pandemie an. Doch die Studienautoren betonen, dass diese Entspannung vor allem konjunkturell bedingt sei, während strukturell weiter ein Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskräften besteht. «Der Fachkräftemangel kon­zentriert sich nur noch auf wenige Berufsgruppen. Besonders im Gesundheitswesen und Baugewerbe bleibt die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften hoch», ordnet Martin Meyer, VP bei Adecco Operations Switzerland, die Studienergebnisse ein. Gleichzeitig verweist die Analyse darauf, dass struk­turelle Faktoren wie die Alterung der Bevölkerung und der technologische Wandel die Lage langfristig prägen. Für viele Unternehmen bedeutet dies, dass der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeitende trotz zyklischer Abkühlung intensiv bleibt.
In diesem Umfeld hat die berufliche Vorsorge als personalpolitisches In­stru­ment in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Unternehmen verstehen die berufliche Vorsorge zu­nehmend nicht mehr nur als gesetzliche Pflicht, sondern auch als strategischen Bestandteil des Employer Branding. Das ist ein Grund, warum viele Vorsorgeeinrichtungen in den vergangenen Jahren ihre überobligatorischen Leistungen ausgebaut haben. Parallel dazu gewinnt auch die Flexibilisierung der Vorsorge an Bedeutung: Es gibt vielerorts nicht mehr nur die «eine Rente» aus der Pensionskasse, sondern die Versicherten können aus verschiedenen Plänen, Modellen und Beitragshöhen wählen und switchen. Diese Modelle berücksich­tigen unterschiedliche Lebensphasen und passen die Vorsorge an die per­sönliche Situation der Versicherten an, zum Beispiel durch gestaffelte Pen­sionierungen oder flexible Einkaufsmöglichkeiten, um so unter anderem individuelle Vorsorgelücken zu schliessen.

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