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Fachkräftemangel bei Ärzten nimmt zu

Ein Viertel der Ärztinnen und Ärzte ist älter als 60 Jahre

In der Schweiz waren 2025 etwas mehr Ärztinnen und Ärzte berufstätig als im Jahr zuvor. Diese an sich positive Entwicklung hält jedoch nicht Schritt mit der demographischen Entwicklung und dem steigenden Bedarf an medizinischen Leistungen. Zudem basiert sie auf einer starken Auslandabhängigkeit: Eine Mehrheit der neu tätigen Ärztinnen und Ärzte verfügt über ein ausländisches Diplom. Die FMH-Ärztestatistik 2025 zeigt: Der Fachkräftemangel gefährdet die Versorgungssicherheit.

Arzt und Patient - Gesundheit - Tarifsystem Tardoc
Die Schweiz ist nach wie vor weit davon entfernt, ihren ärztlichen Nachwuchsbedarf aus eigener Kraft zu decken. imago/Science Photo Library

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2025 waren gemäss FMH-Ärztestatistik in der Schweiz insgesamt 44'612 Ärztinnen und Ärzte berufstätig. Das sind 2010 bzw. 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies genügt laut FMH jedoch nicht, um den wachsenden Versorgungsbedarf aufzufangen: Das Durchschnittsalter der Ärztinnen und Ärzte beträgt 50 Jahre und ein Viertel ist 60 Jahre alt oder älter. Damit rückt eine grosse Pensionierungswelle näher. Auch die Arbeitsrealität hat sich verändert. Im Schnitt arbeitet die Ärzteschaft heute rund 43 Stunden pro Woche – vor zehn Jahren waren es noch 46 Stunden. Gleichzeitig ist die Generation der geburtenstarken Jahrgänge in einem Lebensabschnitt, in dem der medizinische und pflegerische Bedarf zunimmt.

Ausgeprägte Auslandabhängigkeit

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