Die Anschläge vom 11. September 2001 zeigten der Versicherungsbranche auf, dass Terrorismus Schäden verursachen kann, welche die Aufnahmefähigkeit privater Märkte übersteigen. Fast 3000 Menschen starben; die versicherten Schäden entsprechen heute rund 60 Milliarden US-Dollar. Damit war 9/11 nach Hurrikan Katrina das zweitteuerste versicherte Schadenereignis in den USA. Rund zwei Drittel der Belastung trugen Rückversicherer. Die koordinierten Anschläge trafen gleichzeitig Sach-, Haftpflicht-, Betriebsunterbrechungs-, Luftfahrt-, Lebens- und Unfallversicherungen.
Zudem zeigte sich die Bedeutung eindeutiger Vertragsformulierungen. Der Streit darüber, ob der Einsturz der Türme als ein oder zwei Schadenereignisse zu werten sei, endete erst 2007 mit einem Vergleich über zwei Milliarden Dollar.