Provisionen stünden nicht zur Disposition – aber sie müssten begründbar sein. Mit dieser Ansage steckte Urs Arbter, Direktor des Schweizerischen Versicherungsverbands SVV, am 8. Kongress des Schweizerischen Verbands der Versicherungsgeneralagenten (SVVG/FSAGA) im Royal Savoy in Lausanne das Terrain ab. Im Nichtlebengeschäft sei die Entschädigung politisch unbestritten; in der Krankenversicherung dagegen wachse mit den Prämien auch der gesellschaftliche Druck – hier würde die Branchenvereinbarung «Vermittler» klare Leitplanken setzen. Genau darin liegt für Arbter das Erfolgsrezept: Wo die Branche selbst Verantwortung übernehme, wirke Regulierung besser. Die Selbstregulierung in der Aus- und Weiterbildung zeige, dass Qualität, Praxisnähe und Verhältnismässigkeit zusammengehen – ein bewusst gewählter Schweizer Weg, zwanzig Jahre nach Start der Vermittleraufsicht mit heute über 11'000 ungebundenen und rund 25'000 gebundenen Vermittlern. Umso wachsamer müsse der Blick auf das anstehende FINMA-Rundschreiben für Vermittler gerichtet sein: Das Ausmass der Reportingpflichten werde allmählich zum grossen Thema.