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Statistik des Ombudsman

Streit um Leistung der Unfallversicherung fΓΌhrt am hΓ€ufigsten zu Beschwerden

299-mal intervenierte der Ombudsman 2024 bei Versicherungen, weil er MΓ€ngel zulasten der Kundinnen und Kunden feststellte.

Andreas Minor

Hat die Versicherung den Schaden zu tragen? Nicht immer ist das eine einfache Sache. In einigen KonfliktfΓ€llen kann der Ombudsman der Privatversicherungen und der Suva helfen.
Hat die Versicherung den Schaden zu tragen? Nicht immer ist das eine einfache Sache. In einigen KonfliktfΓ€llen kann der Ombudsman der Privatversicherungen und der Suva helfen.Adobe Stock

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Der Versicherungsombudsman, Martin Lorenzon, und sein Team hatten sich im Jahr 2024 mit 3336 Anliegen und Beschwerden zu befassen. Davon fielen 3078 effektiv in den ZustΓ€ndigkeitsbereich der Ombudsstelle. GegenΓΌber dem Vorjahr stiegen die Beschwerden um 8,9 Prozent. Und seit Anfang 2023 musste der Versicherungsobudsman sogar eine Zunahme um rund 13 Prozent registrieren. Zu einer Intervention beim involvierten Versicherer fΓΌhrten 299 der 1254 schriftlich unterbreiteten BeschwerdefΓ€lle, wie aus dem heute Dienstag publizierten Jahresbericht hervorgeht.
Die Erfolgsquote der Interventionen bewegte sich gemΓ€ss der Medienmitteilung im langjΓ€hrigen Durchschnitt. Sie betrug rund 62 Prozent. In ungefΓ€hr zwei von drei InterventionsfΓ€llen konnten Lorenzon und sein Team eine Verbesserung fΓΌr die BeschwerdefΓΌhrenden erreichen. Wie Martin Lorenzon diese neuen Zahlen einordnet, erfahren die Leserinnen und Leser im Interview mit dem Ombudsman (bitte hier entlang).

Zankapfel Velodiebstahl

Ein deutlicher Anstieg der Anfragen und Beschwerden von 44 auf 79 (plus 79,5 Prozent) war insbesondere in der Branche Diebstahlversicherung zu verzeichnen. Diese betrafen wiederkehrend den Diebstahl von FahrrΓ€dern. Zugenommen haben auch Anfragen im Zusammenhang mit dem am 1. Januar 2022 in Kraft getretenen revidierten Versicherungsvertragsgesetz (VVG).

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Stadt ZΓΌrich nun auch dabei

Vor einem Jahr berichtete Martin Lorenzon ΓΌber die Zusage der EidgenΓΆssischen Stiftungsaufsicht, der Erweiterung des Stiftungszwecks zuzustimmen. Β«Damit wurde es mΓΆglich, dass sich in Zukunft neben der Suva auch andere Unfallversicherer des ΓΆffentlichen Rechts unserer Stiftung anschliessen kΓΆnnenΒ», betont Martin Lorenzon.
Dieser Entscheid ermâglichte per 1. Januar 2025 den Anschluss der Unfallversicherung Stadt Zürich an die Stiftung des Ombudsman der Privatversicherungen und der Suva. Damit konnte der Kreis der versicherten Personen, denen die Stiftung den Zugang zum Recht ermâglicht, erweitert werden.
«Mit unserem Beitrag zum Ausgleich des Wissens- und MachtgefÀlles zwischen Versicherten und Versicherungsgesellschaften verhelfen wir berechtigten Anliegen vieler Versicherter zum Durchbruch», freut sich Lorenzon. «Da wir zur NeutralitÀt verpflichtet sind, kânnen wir allerdings nicht in allen FÀllen, die an uns herangetragen werden, intervenieren.» Oftmals stünden er und sein Team vor der Herausforderung, den Versicherten zu erklÀren, weshalb ihr subjektives Rechtsempfinden nicht immer mit dem geltenden Recht übereinstimmt.

Unfallversicherung ist hΓ€ufigster Konfliktpunkt

Der Schwerpunkt der TΓ€tigkeit lag mit einem Anteil von rund 49 Prozent weiterhin bei den Personenversicherungen. Spitzenreiter bei den Fallzahlen war unverΓ€ndert der Bereich der obligatorischen Unfallversicherung/UVG mit 720 Anfragen und Beschwerden, gefolgt von der Krankentaggeldbranche, in der 426 FΓ€lle geprΓΌft werden mussten. Die Bearbeitung dieser FΓ€lle erweise sich oft als sehr zeitintensiv. 

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