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IFRS 17 hält Versicherer auf Trab

Allianz, Helvetia, Swiss Re, Zurich, Baloise und Helvetia sehen sich bei der Einführung der neuen Rechnungslegungsstandards auf Kurs. Zu den Kosten halten sich die Versicherer bedeckt.

Matthias Niklowitz

Stift, Schreiben
Bei der Einführung von IFRS 17 sind  nur die Buchhalter und ihre Systeme gefragt, sondern die ganzen Firmen, inklusive IT, Software und der Geschäftsprozesse. Photo by Scott Graham on Unsplash

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Nach zwei Verschiebungen soll das Regelwerk IFRS (internationale Rechnungslegungsvorschriften / International Financial Reporting Standards) Anfang 2023 in Kraft treten. Seit den ersten Gedanken und Konzepten, wie sich Versicherungsprodukte in der Bilanz und der Erfolgsrechnung so darstellen lassen, dass sie und ihre Gesellschaften vergleichbar sind, ist ein Vierteljahrhundert Vorbereitungszeit vergangen. Dem Regelwerk unterliegen die Versicherer, die an der Börse kotiert sind oder sich anderweitig an den Kapitalmärkten finanzieren. IFRS soll bewirken, dass die Obligationen in der Bilanz genauso vergleichbar bewertet werden wie künftige Zahlungsverpflichtungen an die Versicherten oder die einzelnen Margen von Produkten. Zentral dabei ist, dass die Bewertungen auch immer von den aktuellen Marktgegebenheiten abhängig sind – und damit steigt die Volatilität bei den Gewinnen.

Marktentwicklungen besser abbildbar

Damit schlagen sich Marktentwicklungen wie beispielsweise der Aktiencrash vom März 2020 in den Büchern der Versicherungen besser nieder als bei bisherigen Vorgehensweisen. Und weil auch die Gewinne aus den Policen separat ausgewiesen werden müssen, können Investoren und Analysten besser die Strategien einzelner Versicherungsgesellschaften nachvollziehen.

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