Abo
FΓΌnf Fragen, fΓΌnf Antworten

Hanno Wienhausen: Β«Mentale StΓ€rke und disziplinierte Arbeit sind wesentliche FaktorenΒ»

Hanno Wienhausen setzt auf mentalen Fokus, harte Arbeit und Teamdynamik. Er freut sich auf seine neue Rolle im Vorstand der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG.

Andrea Hohendahl

Hanno Wienhausen wechselt in den Vorstand der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG.
Hanno Wienhausen wechselt in den Vorstand derΒ Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG.zVg

Werbung

Herr Wienhausen, was waren Ihre grΓΆssten Herausforderungen in den letzten Jahren als Chief Underwriting Officer von Allianz Suisse?

Wir erleben in der Schweiz aktuell ein zunehmend herausforderndes Versicherungsumfeld. So stellt uns die anhaltend spΓΌrbare Schadeninflation, die gerade auch im Bereich der Motorfahrzeugversicherung stark reflektiert, vor Herausforderungen. Daneben sehen wir auch in der Schweiz erhΓΆhte AufwΓ€nde durch Naturkatastrophen.

Zur Person

Bevor Hanno Wienhausen seine Allianz-Karriere startete, war er von 2010 bis 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Ruhr-UniversitΓ€t Bochum und von 2013 bis 2014 bei Linklaters LLP in Tokio und DΓΌsseldorf. Anschliessend wechselte er als Assistent des Vorstandsvorsitzenden zur Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG (ABV) in MΓΌnchen. Im Januar 2022 kam er als Leiter Property & Casualty und Mitglied der GeschΓ€ftsleitung zur Allianz Suisse in die Schweiz.
Gerade durch Hagel kam es bei uns – wie auch im gesamten Markt – in den letzten Jahren zu stark gestiegenen Schadenzahlungen. Dieser Trend wird sich fortsetzen, und es gilt, die kΓΌnftigen Entwicklungen zu antizipieren und entsprechend zu agieren.

Was waren Ihre Hauptziele, als Sie das Amt als Chief Underwriting Officer von Allianz Suisse antraten? Und haben Sie diese erreicht?

Insgesamt bin ich sehr stolz auf das, was die Teams in der Allianz Suisse in den letzten Jahren geleistet haben. Und das meine ich gesamthaft und nicht nur in Bezug auf meinen originΓ€ren Aufgabenbereich. Gemeinsam als Allianz Suisse konnten wir die Kultur in unserem Unternehmen stark weiterentwickeln. Es ist schΓΆn, zu sehen, wie die Kolleginnen und Kollegen zusammen als ein Team agieren und mit welcher Freude sie dabei sind.
Schaut man sich die Ergebnisse in der Schaden- und Unfallversicherung an, dann bin ich auch hier ΓΌberaus zufrieden. Wir sind strukturell gut aufgestellt und sehen aus den verΓΆffentlichten Halbjahresergebnissen der Mitbewerber, dass wir auch im Marktvergleich sehr gut unterwegs sind, was mich natΓΌrlich freut. Auch im Wachstum haben wir wichtige Impulse setzen kΓΆnnen, und dies sowohl bei den Privatkunden und Privatkundinnen als auch im UnternehmensgeschΓ€ft. Und schliesslich haben wir mit einer Neuaufstellung im Schaden die Basis gelegt, um unserer Kundschaft auch kΓΌnftig einen optimalen Service bieten zu kΓΆnnen.

Partner-Inhalte

Wie sind Sie mit dem Druck und den Anforderungen Ihres bisherigen Amtes umgegangen?

Ich glaube, jeder geht ganz unterschiedlich mit der Verantwortung um, die mit einer solchen Aufgabe einhergeht, und das ist auch richtig so. Druck im eigentlichen Sinne habe ich aber nie empfunden. Das liegt sicher auch daran, dass ich mich jederzeit auf mein Team und meine GL-Teamkolleginnen und -kollegen verlassen konnte – fΓΌr mich eine unabdingbare Basis fΓΌr Erfolg. Aber natΓΌrlich kann der Arbeitsalltag mitunter anspruchsvoll sein. Den notwendigen Ausgleich und die mentale Erholung ermΓΆgliche ich mir, indem ich jeden Morgen ganz frΓΌh vor der Arbeit Sport treibe. Und das ist auch notwendig, denn ich habe nicht nur die Schweiz als Land lieben gelernt, sondern auch die Schweizer Schokolade.

Sie waren ΓΌber viele Jahre in der deutschen Rudernationalmannschaft aktiv und haben beispielsweise im Ruder-Achter den Weltcup gewinnen kΓΆnnen. Wo sehen Sie Parallelen zwischen Spitzensport und beruflichem Erfolg?

Sportliche und berufliche Hâchstleistung haben aus meiner Sicht sehr viel gemeinsam. Zwar ist in beiden Bereichen Talent eine Grundbedingung für Erfolg. Dies allein reicht jedoch keineswegs aus. Es bedarf eines klaren Fokus auf ein Ziel und den unbedingten Willen, dieses Ziel dann auch zu erreichen. Diese mentale StÀrke und diszipliniert harte Arbeit sind ganz wesentliche Faktoren, ohne die es nicht geht. So sind Spitzenathleten hÀufig kârperlich Àhnlich entwickelt. Der unbedingte Wille zum Erfolg entscheidet dann aber oft über Sieg oder Niederlage. Und das gilt genauso in der Berufswelt: Übernimmt man beispielsweise aktiv die Verantwortung für ein Projekt und treibt es mit aller Konsequenz zum Erfolg? Oder begnügt man sich mit Mittelmass und hofft darauf, dass jemand anderes die notwendigen Anstrengungen unternimmt?

Werbung

Und dann ist da natΓΌrlich noch die Teamdynamik, in der es auch, aber nicht ausschliesslich auf individuelle LeistungsfΓ€higkeit ankommt. Und hier gilt im Beruf und im Sport, ganz gleich, ob tatsΓ€chlich oder nur sprichwΓΆrtlich, Β«in einem BootΒ» – Erfolg geht nur gemeinsam.

Worauf freuen Sie sich besonders in Ihrer Funktion als Mitglied des Vorstands der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG, kurz ABV genannt?

Ich habe in ebendieser Gesellschaft in Deutschland vor knapp zehn Jahren als Assistent des Vorstandsvorsitzenden meine berufliche Laufbahn begonnen. Nun als Vorstand die Geschicke dieser Gesellschaft ganz aktiv mitprΓ€gen zu dΓΌrfen, erfΓΌllt mich mit Stolz und Freude. Dabei hat mich immer beeindruckt, mit welch hoher Motivation und ProfessionalitΓ€t die vielen tausend Kolleginnen und Kollegen in der ABV jeden Tag fΓΌr unsere Kundinnen und Kunden da sind. Und hier schliesst sich dann auch ein bisschen der Kreis zu Ihrer Frage betreffend den Parallelen von Spitzensport und Beruf – der unbedingte Wille zum Erfolg ist in der ABV wirklich spΓΌrbar. Und ein Teil dieses starken Teams sein zu dΓΌrfen und die Zukunft des deutschen Versicherungsvertriebes mitzugestalten, darauf freue ich mich sehr.

Werbung