Abo
Allianz Safety and Shipping Review 2025

Geopolitische Spannungen erhöhen Risiken für die Schifffahrtsindustrie

Handelskonflikte und die wachsende Schattenflotte stellen die Schifffahrtsbranche vor Herausforderungen.

Maersk Reederei Schifffahrt
Handelskonflikte und russische Schattenflotte bereiten Schiffversicherern Sorgen. imago/Jochen Tack

Werbung

Die geopolitische Lage bringt neue Risiken und Herausforderungen für die Schifffahrtsbranche mit sich, die bereits mit der Energiewende und weiterhin mit den Folgen der Covid-19-Pandemie zu kämpfen hat. Dies geht aus dem Allianz Commercial Safety and Shipping Review hervor. Die Branche, die 90 Prozent des internationalen Handels über die Meere abwickelt, sieht sich mit einem zunehmend volatilen und komplexen Umfeld konfrontiert, das durch Angriffe auf Schiffe, Sanktionen sowie Sabotagevorwürfe für Schäden an wichtigen Unterseekabeln geprägt ist. Darüber hinaus drohen die Auswirkungen des zunehmenden Protektionismus und der steigenden Zölle, etablierte Lieferketten zu stören und Handelsbeziehungen zu erschüttern.
Zudem besteht weiterhin das Potenzial für hohe Schäden aufgrund traditioneller Risiken wie Bränden oder Kollisionen, die nach wie vor die Hauptursachen für Totalverluste grosser Schiffe (über 100 Bruttoregistertonnen) sind. Es gibt jedoch auch gute Nachrichten: Die Schifffahrtsbranche hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte im Bereich der Sicherheit erzielt. In den 1990er Jahren verlor die weltweite Flotte jährlich mehr als 200 Schiffe. Diese Zahl hat sich in den letzten zehn Jahren halbiert und ist nun auf einen Rekordtiefstand von 27 Schiffen zum Ende des Jahres 2024 gesunken.

Werbung