Die privat versicherten Schäden durch Hurrikan Melissa an Wohn-, Gewerbe- und Industrieimmobilien in Jamaika und Kuba werden sich laut dem hochauflösenden Karibik-Hurrikanmodell von Karen Clark & Company (KCC) voraussichtlich auf 2,4 Mrd. Dollar belaufen. KCC gab bekannt, dass trotz den schweren Verwüstungen in Teilen Jamaikas und Kubas die versicherten Schäden aufgrund der geringen Versicherungs-Durchdringung deutlich geringer ausfallen werden als die gesamten wirtschaftlichen Schäden. Die häufigste Schadensart, die nach dem Sturm beobachtet wurde, waren abgedeckte Dächer, während Wände und Dachstühle der Häuser weitgehend intakt blieben. Die Dächer sind leicht, bestehen meist aus Metall- oder Zinkblechen und sind daher oft der schwächste Teil der Konstruktion und bei Hurrikanen besonders anfällig, erklärte KCC.
Hurrikan Melissa traf zweimal auf Land: am 28. Oktober in Jamaika als Hurrikan der Kategorie 5 mit einer maximalen Windgeschwindigkeit von 300 km/h und am 29. Oktober in Kuba als Hurrikan der Kategorie 3 mit Windgeschwindigkeiten von 190 km/h.