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Cyberpolicen sind ein Wachstumsmarkt

Ausfälle von Computern und Hackerangriffe erfordern zunehmend umfassende Deckungen. Grosse Anbieter reagieren deshalb mit Leistungspaketen.

Matthias Niklowitz

Cyberattacke
Die jährlichen Kosten von Cyberattacken schätzt die Arbeitsgruppe Cyber-Risk des Schweizerischen Versicherungsverbandes auf über 10 Milliarden Franken – Tendenz steigend. Keystone

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Den Silvester 2019 hatte man sich am Hauptsitz von Travelex in London anders vorgestellt: Die Geldwechselfirma fuhr umgehend ihre Server runter, um eine Ausbreitung des Computervirus zu bremsen. Für die angeschlossenen Kunden der Grossbanken wie Lloyds, Barclays und Royal Bank of Scotland bedeutete das viel Ärger: Sie konnten kein Geld wechseln, jedenfalls nicht bei ihrer Hausbank und auch nicht an einem der unzähligen Travelex-Schalter an Flughäfen und Bahnhöfen rund um die Welt. Nicht viel besser erging es vielen weiteren Bankkunden in Europa Mitte März: Kurz nach dem Einsetzen der ersten Lockdowns waren ihre Online-Banking-Funktionen ausgefallen. Auch viele Geldautomaten standen still. Grund war diesmal eine Erpressersoftware-Attacke auf Finastra, einen wichtigen Hersteller von Kernbankenlösungen. Und kurz darauf musste Easyjet ihre Kunden darauf hinweisen, dass Hacker wichtige Kundendaten gestohlen hatten. Finanzielle Schäden hätten die Kunden keine gehabt, versicherte die Fluggesellschaft.

Schlimme Fälle kosten 12 Milliarden

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