Die jรคhrlichen Kosten von Cyberattacken schรคtzt die Arbeitsgruppe Cyber-Risk des Schweizerischen Versicherungsverbandes auf รผber 10 Milliarden Franken โ Tendenz steigend. Keystone
Den Silvester 2019 hatte man sich am Hauptsitz von Travelex in London anders vorgestellt: Die Geldwechselfirma fuhr umgehend ihre Server runter, um eine Ausbreitung des Computervirus zu bremsen. Fรผr die angeschlossenen Kunden der Grossbanken wie Lloyds, Barclays und Royal Bank of Scotland bedeutete das viel รrger: Sie konnten kein Geld wechseln, jedenfalls nicht bei ihrer Hausbank und auch nicht an einem der unzรคhligen Travelex-Schalter an Flughรคfen und Bahnhรถfen rund um die Welt. Nicht viel besser erging es vielen weiteren Bankkunden in Europa Mitte Mรคrz: Kurz nach dem Einsetzen der ersten Lockdowns waren ihre Online-Banking-Funktionen ausgefallen. Auch viele Geldautomaten standen still. Grund war diesmal eine Erpressersoftware-Attacke auf Finastra, einen wichtigen Hersteller von Kernbankenlรถsungen. Und kurz darauf musste Easyjet ihre Kunden darauf hinweisen, dass Hacker wichtige Kundendaten gestohlen hatten. Finanzielle Schรคden hรคtten die Kunden keine gehabt, versicherte die Fluggesellschaft.