Europa steht vor gravierenden demografischen Veränderungen. Im Zeitraum von 2021 bis 2100 wird der Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter voraussichtlich zurückgehen, während ältere Menschen voraussichtlich einen steigenden Anteil an der Gesamtbevölkerung ausmachen werden.
Der Anteil der Bevölkerung ab 65 Jahren nimmt dabei in allen EU-Mitgliedstaaten zu. Der Anstieg innerhalb des letzten Jahrzehnts reicht von 5,2 Prozentpunkten (pp) in Finnland, 5,1 pp in Polen, 4,7 pp in Liechtenstein und 4,6 pp in Tschechien – bis zu 1,3 pp in Deutschland und 0,7 pp in Luxemburg.
Der Anstieg des relativen Anteils älterer Menschen lässt sich durch eine längere Lebensdauer erklären – ein Muster, das sich seit mehreren Jahrzehnten zeigt, da die Lebenserwartung zumindest bis 2019 gestiegen ist. Diese Entwicklung wird oft als «Altern an der Spitze» der Bevölkerungspyramide bezeichnet.