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«Dunkle» Jahreszeit

Mehr Einbrüche: Wo und wann am häufigsten zugelangt wird

Von Oktober bis Dezember steigen am meisten Diebe ein – mit Höchstwerten an Weihnachten und Silvester. Am stärksten betroffen ist die Westschweiz.

Einbrecher Wohnung - Einbruch
Langfinger schlagen in der Schweiz immer öfter zu. AA+W - stock.adobe.com

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Am Wochenende hat nicht nur die Winterzeit begonnen, sondern mit ihr auch die Einbruchszeit. Dies zeigt eine Auswertung der AXA über die letzten zehn Jahre: So verzeichnet die Versicherung von Oktober bis März 45 Prozent mehr Einbruchdiebstähle als im Sommerhalbjahr. «Die frühere Dunkelheit scheint Einbrechern in die Hände zu spielen», sagt Stefan Müller, Leiter Schaden Sach bei der AXA. Der beliebteste Monat ist dabei der Dezember, gefolgt vom November und Oktober. Am 24. und 31. Dezember stellt die AXA jeweils gar mehr als doppelt so viele Einbrüche fest wie an normalen Tagen. «Während der Feiertage, wenn viele in den Ferien oder bei Verwandten sind, haben Einbrecher leichteres Spiel», so Stefan Müller. Am seltensten steigen Diebe von April bis Juni ein.

Westschweiz besonders betroffen

Das Risiko für einen Einbruch hängt aber nicht nur von der Jahreszeit ab – sondern auch davon, wo man wohnt. So war seit 2019 das Risiko, von Einbrechern heimgesucht zu werden, im Kanton Genf über doppelt so hoch wie im Schweizer Schnitt. Pro Jahr und pro 1000 Haushalte geschahen im Kanton Genf 8,5 Einbrüche. Auch die Kantone Waadt, Basel-Stadt und Basel-Land sowie Jura, Solothurn und Neuenburg waren überdurchschnittlich oft betroffen. In der Inner- und Südostschweiz hingegen kann man getrost darauf vertrauen, gar nie von Langfingern heimgesucht zu werden: Seit 2019 geschahen pro Jahr und pro 1000 Haushalte in Uri, Graubünden und Glarus 0,9, 1 bzw. 1,1 Einbrüche. Der Schweizer Schnitt liegt bei 3,2.

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