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Neuer Krankenkassenverband

Drei Monate vor dem Start ist noch vieles unklar

Am 1. Januar 2025 will der neue Krankenkassenverband seine Arbeit aufnehmen. Konkrete Infos zum aktuellen Stand fliessen nur spΓ€rlich.

Bernd De Wall

Es gibt noch einige offene Fragen zu klΓ€ren.
Es gibt noch einige offene Fragen zu klΓ€ren.Adobe Stock

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Der Zeitplan war von vornherein sehr ambitiΓΆs: Mitte Juni gaben die grΓΆssten Schweizer Krankenkassen bekannt, einen neuen Branchenverband zu grΓΌnden – der bereits am 1. Januar seine Arbeit aufnehmen soll. Sechs Monate Vorbereitungszeit: Das ist angesichts der grossen Herausforderungen, mit denen der neue Verband nicht nur gesundheitspolitisch, sondern auch operativ konfrontiert sein wird, ein sehr ehrgeiziges Unterfangen.

Wenig Informationen

Seit der AnkΓΌndigung gelangen Informationen, wie der neue Verband personell und organisatorisch aufgestellt sein soll, allerdings nur sehr spΓ€rlich an die Γ–ffentlichkeit. In einer Medienmitteilung zur Absichtsbekundung des RVK, sich mit seinen 19 Mitgliedern dem neuen Verband anzuschliessen, wurde Mitte September eher nebenbei mitgeteilt, dass eine Projektorganisation derzeit die GrΓΌndung und Betriebsaufnahme des neuen Verbandes vorbereite. Dieser soll seinen offiziellen Sitz in Bern haben, um nΓ€her an den politischen EntscheidungstrΓ€gern zu sein. Das Auswahlverfahren fΓΌr die kΓΌnftige Direktorin oder den kΓΌnftigen Direktoren laufe und der Verband Β«beabsichtigt, die entsprechenden Mitarbeitenden der beiden noch bestehenden KrankenkassenverbΓ€nde Curafutura und SantΓ©suisse zu ΓΌbernehmenΒ», heisst es in der Mitteilung.

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Initianten zeigen sich zuversichtlich

DarΓΌber hinaus halten sich die Initianten auf konkrete Nachfragen von HZ Insurance ziemlich bedeckt, bleiben aber optimistisch: Β«Wir sind zuversichtlich, dass der neue Verband Anfang Jahr seinen Betrieb aufnehmen kannΒ», teilt ein Sprecher mit. Unter welchem Namen dies geschehen soll, ist auch drei Monate vor dem geplanten Start ein immer noch wohlgehΓΌtetes Geheimnis. Auch bei der Frage, mit wie vielen Mitarbeitenden und an welchem Standort in Bern der Verband kΓΌnftig agieren soll, lassen sich die Initianten nicht in die Karten schauen.

Mannigfaltige Herausforderungen

Klar ist zumindest das Ziel: Mit dem noch namenlosen Verband soll die politische Schlagkraft erhΓΆht und kΓΌnftig mit einer Stimme gesprochen werden. Das ist angesichts der mannigfaltigen Herausforderungen im Gesundheitswesen auch dringend nΓΆtig. Die Gegner der Vorlage fΓΌr die einheitliche Finanzierung der ambulanten und stationΓ€ren Gesundheitsleistungen (Efas) sind beispielsweise gerade in den Abstimmungskampf fΓΌr den 24. November gestartet. Die beiden bestehenden KrankenkassenverbΓ€nde Curafutura und SantΓ©suisse sind seit der GrΓΌndungsankΓΌndigung allerdings geschwΓ€cht und kΓΆnnten weniger GehΓΆr finden. In der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft –  vielleicht kann der neue Verband strategisch und personell gleich zu Beginn aus dem Vollen schΓΆpfen. Ansonsten verstreicht wertvolle Zeit, die es im Hinblick auf die galoppierenden Gesundheitskosten eigentlich nicht gibt. Immerhin: Die neue Direktion soll bis Ende November bekanntgegeben werden, stellt der Sprecher in Aussicht.

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