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Jahresergebnis 2024

Mehr Gewinn, hรถhere Solvenzquote: CSS mit erfolgreicher Aufholjagd

Die CSS Gruppe steigerte den Gewinn um รผber 60 Prozent auf 62,7 Millionen Franken, der Verwaltungskostensatz sinkt auf Rekordtief.

Bernd De Wall

Ist mit dem Zahlenkranz zufrieden: Rudolf Bruder, Leiter Finanzen der CSS.
Ist mit dem Zahlenkranz zufrieden: Rudolf Bruder, Leiter Finanzen der CSS.CSS/hzi

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Im vergangenen Jahr feierte die CSS ihr 125jรคhriges Jubilรคum. Aber die Luzerner hatten dabei nicht immer Grund zum Feiern, denn ausgerechnet das Jubilรคumsjahr brachte einige Herausforderungen mit sich. Die Krankenversicherung stand mehr in den Schlagzeilen, als ihr lieb sein konnte: Zum einen sanken die Finanzreserven innerhalb von drei Jahren um รผber eine Milliarde Franken und die Solvenzquote rutschte von 2025 Prozent auf nur noch 84 Prozent ab. Zum anderen musste die CSS auch aufgrund der finanziellen Schieflage die Prรคmien um 8,6 Prozent erhรถhen, wรคhrend der Branchendurchschnitt bei rund 6 Prozent lag. Eine schwere Hypothek, mit der die CSS aber รผberraschend schnell zurechtkam, wie ein Blick auf das Geschรคftsergebnis zeigt.

Gewinn steigt deutlich

So schloss die CSS Gruppe das Jahr mit einem Gewinn von 62,7 Millionen Franken ab und verzeichnete damit ein deutliches Plus von รผber 60 Prozent gegenรผber dem Vorjahreszeitraum. Dabei profitierte sie vor allem von einem positiven Ergebnis in der Zusatzversicherung sowie einer verbesserten Rendite auf den Kapitalanlagen, wie Finanzchef Rudolf Bruder in einem Mediengesprรคch aufzeigte.
Zwar sank der Gewinn im Geschรคft mit Krankenzusatzversicherungen um fast 15 Prozent von rund 222 Millionen Franken auf 190 Millionen Franken und die Combined Ratio kletterte um 5,1 Prozent auf 93,5 Prozent. Gleichzeitig konnte der Verlust im KVG-Geschรคft von 181 Millionen Franken in 2023 auf rund 129 Millionen verringert werden, hier verbesserte sich die Combined Ratio um 1,4 Prozentpunkte auf 102,7 Prozent. Zudem profitierte die CSS von einer guten Performance an den Kapitalmรคrkten und konnte ihre Anlagerendite um 1,8 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent erhรถhen.

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Solvenzquote wieder รผber gesetzlichen Anforderungen

Insgesamt zeigt sich ยซein wesentlich erfreulicheres Bildยป, wie CSS-CEO Philomena Colatrella im Mediengesprรคch betont. ยซWir haben ein erfolgreiches Aufholjahr hinter unsยป. Die CSS konnte das Ruder also schneller herumreissen, als viele Beobachter es erwartet hatten. Das zeigt sich vor allem bei der Solvenzquote, die angesichts der positiven Kennzahlen zum Stichtag 1.1.2025 auf 124 Prozent gesteigert werden konnte und damit wieder รผber den gesetzlichen Anforderungen liegt.
Aber auch der Verwaltungskostensatz wurde unter anderem aufgrund von Effizienzsteigerungen und Automatisierungsmassnahmen von bereits sehr guten 3,9 Prozent noch einmal um 0,2 Prozentpunkte auf nunmehr ยซrekordtiefeยป 3,7 Prozent verbessert. Damit zรคhlt die CSS nach eigenen Angaben zu den effizientesten Krankenversicherern der Schweiz.
Ein Wermutstropfen aber bleibt: Aufgrund der รผberdurchschnittlichen Prรคmienerhรถhungen verlor die CSS im vergangenen Jahr rund 60'000 Versicherte in der Grundversicherung. Das sei angesichts der Herausforderungen laut Colatrella aber ยซeher eine positive รœberraschungยป und soll eine Momentaufnahme bleiben.
Denn mit dem Zahlenkranz habe die CSS die Grundlage fรผr Investitionen in Innovationen wie die neue Krankenzusatzversicherung ยซLivoยป und neue integrierte Versorgungsmodelle geschaffen. Zudem sei es das Ziel, in der nรคchsten Prรคmienrunde wieder deutlich attraktiver zu werden und positive Ergebnisse in der Grundversicherung auszuweisen.

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