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Steigende Krankenversicherungskosten

Deutschland strebt Einsparungen von 60 Milliarden Euro im Gesundheitswesen an

Massnahmen wie die Begrenzung von Ärztevergütungen sollen drohendes 40-Milliarden-Euro-Finanzloch schliessen.

Nina Warken
Gesundheitsministerin Nina Warken: «Einnahmen und Ausgaben müssen wieder in ein tragfähiges Gleichgewicht gebracht werden.» Bundesregierung/Tobias Koch

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Deutschland will bis 2030 durch Massnahmen wie die Begrenzung der Ärztevergütung, die Eindämmung der Arzneimittelkosten und die Verlagerung der Finanzierung für Sozialhilfeempfänger Einsparungen von mehr als 60 Milliarden Euro im Gesundheitswesen erzielen. Die Initiativen sind Teil eines Pakets von 66 Optionen für die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz, die von einer Kommission aus Gesundheitsexperten und Ökonomen formuliert wurden, um die steigenden Kosten im deutschen gesetzlichen Krankenversicherungssystem einzudämmen. Die Behörden werden nun entscheiden, welche Massnahmen am besten geeignet sind, um ein Finanzloch zu schliessen, das bis zum Ende des Jahrzehnts auf 40 Milliarden Euro anwachsen dürfte.
«Das Ziel ist es, die Finanzen zu stabilisieren und der Aufwärtsspirale der Beiträge Einhalt zu gebieten», sagte Gesundheitsministerin Nina Warken vor Journalisten in Berlin. «Einnahmen und Ausgaben müssen wieder in ein tragfähiges Gleichgewicht gebracht werden.» Das Ministerium wird «sehr bald» ein Massnahmenpaket vorlegen, das ab dem nächsten Jahr in Kraft treten soll.

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