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International

Deutsche Versicherer wollen 2022 wieder stΓ€rker wachsen

Die Versicherer in Deutschland hoffen im laufenden Jahr wieder auf ein anziehendes Wachstum.

Wolfgang Weiler GDV
zVg

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Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) prognostizierte am Donnerstag in Berlin einen Zuwachs der Beitragseinnahmen von zwei bis drei Prozent. 2021 blieb die Branche hinter den eigenen Erwartungen zurΓΌck. Die BeitrΓ€ge summierten sich auf 223,4 Milliarden Euro, ein Plus von 1,1 Prozent. "Unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie ist das solide, auch wenn wir uns zu Jahresbeginn etwas mehr erhofft hatten", sagte GDV-PrΓ€sident Wolfgang Weiler. Vor einem Jahr hatte der GDV mit ZuwΓ€chsen von mehr als zwei Prozent gerechnet. Doch vor allem in der Lebensversicherung lief es schlechter als gedacht.
GeprΓ€gt wurde das vergangene Jahr nicht nur von der Corona-Krise, sondern auch von der Flutkatastrophe im Westen. Sie war mit versicherten SchΓ€den von mehr als acht Milliarden Euro die teuerste Naturkatastrophe in Deutschland ΓΌberhaupt. Die Flut trieb die SchΓ€den in der Schaden- und Unfallversicherung um 20 Prozent nach oben, die Sparte schrieb mit einer Schaden-Kosten-Quote von 102 (2020: 90,7) Prozent 2021 operativ rote Zahlen. Das sei aber immer noch ein "vorzeigbares Ergebnis", findet GDV-Chef Weiler. "Es verdeutlicht: Versicherer kΓΆnnen auch solche extremen SchΓ€den schultern - und erfΓΌllen ihre Aufgabe."

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Weniger als die HΓ€lfte der WohngebΓ€ude sind versichert

Weniger als die HΓ€lfte der WohngebΓ€ude in Deutschland ist gegen Überschwemmungen oder Erdrutsche versichert. Sie sind nicht in der gewΓΆhnlichen WohngebΓ€udeversicherung enthalten, mit der sich HauseigentΓΌmer gegen Sturm, Hagel oder Blitzschlag absichern. Der GDV will das Γ€ndern, braucht dazu Weiler zufolge aber den Gesetzgeber: Der Bund solle den Versicherern erlauben, den Elementarschutz zu einem Stichtag automatisch in alle bestehenden VertrΓ€ge einzubeziehen. FΓΌr 90 Prozent der Kunden koste das nur rund 100 Euro im Jahr. Hausbesitzer, die diesen Baustein nicht wollen, kΓΆnnen der Γ„nderung widersprechen. Das sei "ein kleinerer und milderer gesetzlicher Eingriff" als die in der Politik diskutierte Pflichtversicherung, sagte Weiler. (reuters/hzi/kbo)

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