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Sind Vollversicherungen ein Auslaufmodell?

Es gibt immer weniger Anbieter für Vollversicherungslösungen. Was dies in der beruflichen Vorsorge für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet.

Kurt Speck

Sicherheit - Vollversicherung
Sicherheit ist bei Vollversicherungen Trumpf - aber das geht zulasten der Rendite. Adobe Stock

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Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wird die Auswahl in der beruflichen Vorsorge immer kleiner. Wird die Fusion von Helvetia und Baloise im laufenden Jahr vollzogen, sind daneben mit Swiss Life, Allianz Schweiz und Pax nur noch vier statt fünf Anbieter in der Vollversicherung aktiv. Dieses Modell der «Rundum-Sicherheit» ist speziell bei mittelständischen Firmen äusserst beliebt. Es garantiert in der zweiten Säule eine hundertprozentige Deckung des Vorsorgevermögens.
Für Simon Tellenbach, Geschäftsleitungsmitglied der VZ Gruppe, ist die Anzahl der Vollversicherer allerdings nicht das entscheidende Signal, dass ein solches Modell keine Zukunft mehr hat. Weit wichtiger ist für ihn das sich wieder anbahnende Tiefzinsumfeld: «Erreichen die Vollversicherer die notwendige Sollrendite nicht, um die Leistungen langfristig zu garantieren, werden die Kosten für Vollversicherungen noch weiter steigen, und es werden sich immer weniger Kunden für eine solche Lösung entscheiden.»
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