In der obligatorischen Krankenversicherung (OKP) können sich die Schweizer Krankenversicherer aufgrund der explodierenden Gesundheitskosten in der Regel keine Meriten verdienen - das Geschäft ist bei den meisten Krankenkassen defizitär. Anders hingegen sieht es bei den Krankenzusatzversicherungen (KZV) aus. Hier können die Versicherer nicht nur bei ihren Kundinnen und Kunden punkten, sondern auch ihre Bilanzen aufpolieren. Dementsprechend setzen die neun der Finma unterstellten Krankenkassen, die eine Krankenzusatzversicherung betreiben, auf innovative Produkte und Dienstleistungen in der Kranken- und Unfallversicherung.
Kapitalerträge stabilisieren das Geschäft
Und das durchaus erfolgreich: So konnten die neun Gesellschaften das Brutto-Prämienvolumen laut «Bericht über den Versicherungsmarkt 2024» der Aufsichtsbehörde Finma im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent auf fast 11,2 Milliarden Franken steigern. Das ist die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite mussten sie allerdings auch eine deutliche Zunahme der Zahlungen für Versicherungsfälle um 323 Millionen Franken hinnehmen - ein Plus von 4,2 Prozent.