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Captives haben für Grossfirmen einige handfeste Vorteile

Eigenversicherungen sind zeitgemässe Risikomanagement-Lösungen. Die jüngste Entwicklung könnte dem Konzept der Captive-Versicherungen Schub verleihen.

Matthias Niklowitz

Risiko Captive
Captives können eine wichtige Rolle bei der Handhabung firmeninterner Risiken spielen, wenn sie als Profit-Center und nicht als Kostenstelle gesehen werden. Getty Images

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HZ Insurance Reihe «Captives»: Teil 1

Firmen wie ABB, Adecco, Syngenta und die SBB unterhalten in der Schweiz und teilweise in Liechtenstein ihre Industrie-Eigenversicherungen, ihre Captives. Angesichts der Vorteile von solchen Captives fragt sich, warum nicht noch weitere Grossunternehmen diese Versicherungskonstrukte nutzen. Denn sie haben eine Reihe von Vorteilen: Finanzstarke Unternehmen können kleinere und mittelgrosse Schäden problemlos mit ihren liquiden Mitteln bezahlen. Sie brauchen keine Erstversicherung, jedenfalls nicht für den ganz normalen geschäftlichen Alltag, weil es zwar viele kleine, aber auch bekannte und damit berechenbare Risiken gibt. Was als grössere Risiken verbleibt, wandert dann idealerweise in die Captive. Die ist unter dem Strich oft günstiger als ein externer Anbieter. Lediglich für die ganz grossen Ereignisse braucht man grosse Rückversicherungen. So bleibt der grösste Teil der Versicherungsprämien im eigenen Unternehmen.
Dies ist kein Nullsummenspiel, denn durch eine geschickte Handhabung von Risiken und Risikoträgern lassen sich Kosten und Steuern beeinflussen. Ihre Standorte haben Captives deshalb nicht ganz zufällig sehr häufig in Steueroasen wie den USA, Zypern und, vereinzelt, in Liechtenstein. Zudem haben Captives den Vorteil, dass sie Risiken eigenständig an den Rückversicherungsmarkt weitergeben können. Ein über den eigenen Captive angefragtes Lloyd’s-Konsortium beispielsweise kann ganz spezielle Unternehmens-Grossrisiken oft zu risikogerechteren Preisen handhaben als, sagen wir, eine «normale» Versicherungsgesellschaft.

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