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BVG-Reform: Letztes Wort beim Volk?

Referendum gegen Pensionskassenreform ist lanciert

Die Gegner der vom Parlament beschlossenen Pensionskassenreform machen ihre Referendumsdrohung wahr und starten mit der Unterschriftensammlung.

Parlament Politik Bundeshaus 1
Parlament Politik Bundeshaus 1Keystone/Anthony Anex

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Ein BΓΌndnis aus Schweizerischem Gewerkschaftsbund (SGB), Gewerkschaftsdachverband Travail Suisse, Gewerkschaft Unia, Gewerkschaft VPOD und der SP Schweiz lancierte am Freitag vor den Medien in Bern das Referendum.
Vertreterinnen und Vertreter sagten, die vom Parlament beschlossene Γ„nderung des Bundesgesetzes ΓΌber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge fΓΌhre zu Rentenverlusten und Β«massiven Mehrkosten fΓΌr NormalverdienendeΒ».
Damit das Referendum zustande kommt und das Volk abstimmen kann, muss das BΓΌndnis bis zum 6. Juli 50'000 gΓΌltige Unterschriften sammeln.

Übergangsgeneration soll teilweise Zuschlag erhalten

Mit der BVG-Reform wollen die eidgenâssischen RÀte die berufliche Vorsorge fit für die Zukunft machen. Die Pensionskassen mussten wegen der Überalterung der Gesellschaft zuletzt mehr Geld für die Finanzierung der laufenden Renten aufwenden, als zuvor von Arbeitgebern und Angestellten angespart worden war.
Der Umwandlungssatz für die Berechnung der Renten soll von 6,8 auf 6,0 Prozent gesenkt werden. Dies wird nach den PlÀnen des Parlaments einem Teil einer Übergangsgeneration mit einem Zuschlag auf die Rente ausgeglichen. Dies für den Fall, dass das angesparte Pensionskassenguthaben eine bestimmte Schwelle nicht übersteigt. Profitieren soll rund die HÀlfte der ÜbergangsjahrgÀnge.

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Reform ist aus der Zeit gefallen

Am Freitag sagte SGB-PrΓ€sident Pierre-Yves Maillard vor den Medien gemΓ€ss Redetext, die Reform sei aus der Zeit gefallen. Denn sie ignoriere die Zinswende und die Teuerung. Renten mΓΌssten erhΓΆht, nicht gesenkt werden.
SP-Co-PrΓ€sidentin Mattea Meyer sagte, eine 50-jΓ€hrige, obligatorisch versicherte Person mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 4500 Franken werde in Zukunft 147 Franken mehr LohnbeitrΓ€ge pro Monat bezahlen – dafΓΌr aber acht Franken weniger Rente erhalten.
Mehrfach hiess es an der Medienkonferenz auch, die Rentenreform erfolge auf dem Buckel der Frauen und nΓΌtze nur der Finanzindustrie. Es gelte, bei den Kosten der Pensionskassen anzusetzen, statt die Renten zu kΓΌrzen, sagte Adrian WΓΌthrich, PrΓ€sident von Travail Suisse.

Vorlage ist gut fΓΌr BΓΌrgerliche

In den Augen einer bΓΌrgerlichen Mehrheit in den eidgenΓΆssischen RΓ€ten ist die Vorlage hingegen zielgerichtet und mehrheitsfΓ€hig. Die Linke bekΓ€mpfte die Vorlage schon bei der Beratung in den beiden RΓ€ten und kΓΌndigte das Referendum an. (awp/hzi/ps)

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