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E-MobiliΓ€t

Bei Elektroautos gibt es weniger Neuzulassungen als vermutet

Mehr Wunsch als Wirklichkeit: Nur 7 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer kaufen ein Fahrzeug mit reinem Elektro-Antrieb.

Michaela Geiger, HANDELSZEITUNG, HZ Insurance

Die Idee des Elektroantriebs favorisieren viele. Deutlich geringer ist die Zahl derjenigen, die tatsΓ€chlich ein E-Auto kaufen.
Die Idee des Elektroantriebs favorisieren viele. Deutlich geringer ist die Zahl derjenigen, die tatsΓ€chlich ein E-Auto kaufen.Keystone

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Auf ein eigenes Auto legen Herr und Frau Schweizer auch in Zeiten verschΓ€rfter Klimapolitik Wert: Die wenigsten Schweizerinnen und Schweizer wollen darauf verzichten, belegt eine Untersuchung des Forschungsinstituts Sotomo im Auftrag des Versicherers Axa.
Mit Blick auf das Konsumentenverhalten zeigen sich weitere ΓΌberraschende Fakten. So gibt es beim Autokauf eine deutliche Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit, belegt eine Umfrage von Statista Consumer Insights. So kΓΆnnen sich 32 Prozent der befragten Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz vorstellen, ein Elektroauto anzuschaffen.
Das klingt erstmal nach guten Nachrichten fΓΌr die Autohersteller. Die RealitΓ€t ist indes noch nicht ganz so weit. Nur 7 Prozent der Befragten mit eigenem Auto im Haushalt geben an, dass ihr hauptsΓ€chlich genutzter Wagen einen Elektromotor hat. Das lasse zwar Spielraum fΓΌr E-Zweitwagen, analysiert Statista, sei aber doch weniger, als die Neuzulassungen auf den ersten Blick vermuten lassen.
Statista - E-Autos zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Statista - E-Autos zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Ein Elektroauto zu besitzen kΓΆnnen sich viele vorstellen; die Zahl der KΓ€uferinnen und KΓ€ufer ist jedoch noch vergleichsweise gering.Statista/HZ Insurance
Ein Elektroauto zu besitzen kΓΆnnen sich viele vorstellen; die Zahl der KΓ€uferinnen und KΓ€ufer ist jedoch noch vergleichsweise gering.Statista/HZ Insurance

Kanton Zug hat die hΓΆchste Dichte an E-Autos

Die Statista-Erhebung bestΓ€tigt jΓΌngste Zahlen des Bundesamts fΓΌr Statistik: Demnach ist der Bestand der Strassenmotorfahrzeugen zwischen den Jahren 2000 und 2023 um 41 Prozent auf 6,4 Millionen angestiegen. Rund drei Viertel davon sind Personenwagen, wobei seit einiger Zeit ein Trend hin zu Fahrzeugen mit Hybrid- oder Elektro-Antrieb besteht. Reine Elektroautos waren 2023 fast 155'500 immatrikuliert, was einem Anteil an den Personenwagen von 3,3 Prozent entsprach. Am hΓΆchsten war die Β«Elektro-QuoteΒ» mit 6,8 Prozent im Kanton Zug.

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Im Fokus steht das Thema Auto aktuell auch bei Versicherern und RΓΌckversicherern: Vor allem die Autoversicherung bereitet der Assekuranz Kopfzerbrechen. In dieser Sparte schreiben die Versicherer seit Jahren rote Zahlen.

Steigende PrΓ€mien wegen hΓΆhere Schadenkosten

Β«Stark ΓΌberdurchschnittlich steigende Ersatzteil- und Reparaturkosten sowie gestiegene Schadenfrequenzen fΓΌhren zu massiven Verlusten und belasten die ProfitabilitΓ€t der Motorfahrzeugversicherer weiterhin starkΒ», sagte der Vorstandschef der Hannover-RΓΌck-Deutschland-Tochter E+S RΓΌck, Michael Pickel, im Umfeld des Treffens der RΓΌckversicherer Ende Oktober in Baden-Baden. Signifikant steigende Preise in der Motorfahrzeugersicherung seien daher Β«unausweichlich, um aus der Verlustzone zu kommen und das GeschΓ€ft langfristig wieder profitabel aufzustellen.Β» Das sei aber nicht innerhalb eines Jahres zu schaffen. Auf einen Schlag dΓΌrfte es nicht gelingen: Pickel rechnet daher mit einer Β«schrittweisen EntwicklungΒ».
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