Berufliche Vorsorge der Baloise trotzt turbulentem GeschΓ€ftsjahr
Die Basler Versicherung ist im vergangenen Jahr im GeschΓ€ft mit dem BVG trotz aller Turbulenzen stabil geblieben. Das Betriebsergebnis erreichte 40,1 Millionen Franken.
Die AusschΓΌttungsquote, die Leistungen, RΓΌckstellungen und ΓberschΓΌsse umfasst, liegt mit 93,4 Prozent leicht hΓΆher als 2019. Damals hatte sie 93,1 Prozent betragen.
Davon sei auch 2020 ein beachtlicher Teil wieder in die Bildung von RΓΌckstellungen aufgrund zunehmender Lebenserwartung, der tiefen Zinsen und den zu hohen UmwandlungssΓ€tzen geflossen, hiess es. "Die Basler hat hierfΓΌr ΓΌber 120 Millionen Franken geΓ€ufnet", schrieb der Versicherer. Dennoch wurden dem Γberschussfonds 15 Millionen Franken zugewiesen.
Die Zahl der aktiv Versicherten ging erneut leicht zurΓΌck um 1 Prozent auf 151'616. Γber 18'000 Unternehmen sind in Vorsorgefragen bei der Basler angeschlossen.
Senkung der UmwandlungssΓ€tze
Die obligatorischen UmwandlungssΓ€tze seien weiterhin zu hoch, hiess es. "Als Konsequenz hierauf haben wir beschlossen, ab dem Jahr 2022 die UmwandlungssΓ€tze fΓΌr die Vollversicherung sowohl fΓΌr das ΓΌberobligatorische aber auch fΓΌr das obligatorische Altersguthaben schrittweise zu senken", erklΓ€rte Dominik Glaser, Leiter Kollektiv-Leben bei der Basler Schweiz.
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Im Januar hatte die Basler die schrittweise Senkung der UmwandlungssΓ€tze angekΓΌndigt. Sie tut dies ΓΌber das "Splittingmodell", wonach die Altersrente getrennt nach Altersguthaben aus obligatorischen bzw. ΓΌberobligatorischen SparbeitrΓ€gen berechnet wird.
Im Obligatorium werden JahreslΓΆhne zwischen 21'330 und 85'320 Franken versichert. Die BeitrΓ€ge fΓΌr darΓΌber liegende SalΓ€re fliessen ins Γberobligatorium.
Im Obligatorium wollen die Basler den Umwandlungssatz bis 2023 fΓΌr MΓ€nner von heute 6,80 auf 6,29 und fΓΌr Frauen auf 6,20 Prozent senken. Im Γberobligatorium soll der Satz fΓΌr MΓ€nner von 4,90 auf 4,56 Prozent und fΓΌr Frauen von 4,80 auf 4,49 Prozent zurΓΌckgehen.
Das gesetzliche Minimum werde aber in jedem Fall garantiert, hatte der Versicherer damals versprochen. Denn sollte die Minimalrente auf Basis des gesetzlich vorgeschriebenen Umwandlungssatzes 6,8 Prozent im Einzelfall mit den neuen SΓ€tzen nicht erreicht werden, stocke die Baloise die jeweilige Altersrente entsprechend auf. An der Vollversicherung hΓ€lt die Basler aber fest. (awp/cash/hzi/kbo)