Zum neunten Mal hat die Axa den jährlichen Future Risk Report veröffentlicht. Über 23'000 Teilnehmende, bestehend aus Risikomanagement-Experten sowie Personen aus der Bevölkerung von 15 Ländern, wurden zu ihrer Wahrnehmung künftiger Risiken befragt.
Erstmals wurde dabei der Klimawandel von den Expertinnen aller Regionen als grösstes Risiko eingestuft. Im letzten Jahr waren es in den USA noch die Cyberrisiken, in Asien bereiteten damals den Experten Pandemien und Infektionskrankheiten die grösste Sorge.
Während Gesundheitsrisiken nach wie vor in Asien und auch Afrika zu den grössten Bedrohungen zählen, wurde das Pandemierisiko in Europa und Amerika in diesem Jahr von wirtschaftlichen und geopolitischen Risiken nach unten verdrängt.
Die grössten Risiken für die Welt gemäss Expertinnen und Experten.zVg
Die grössten Risiken für die Welt gemäss Expertinnen und Experten.zVg
Erstmals finden sich drei wirtschaftliche Risiken in den Top 10 der globalen Rangliste (Finanzstabilität, makroökonomische Risiken, Risiken der Geld- und Fiskalpolitik). Sie materialisieren sich in steigenden Energie- und Nahrungsmittelpreisen sowie Inflationsraten, und bergen ein zunehmendes Potenzial sozialer Unruhen und Bewegungen.
Auch in der Schweiz wirkten sich die Umstände des Krieges auf die Prognosen aus: Energieversorgung (Rang 4) und makroökonomische Bedrohungen (Rang 9) finden sich neu unter den zehn grössten Risiken.
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Bevölkerung setzt andere Prioritäten als Experten
Die Studie macht auch deutlich, dass Risiken von der Bevölkerung nicht immer gleich eingeschätzt werden wie von den Experten. Folgende zehn Risiken stellen aus Sicht der Schweizerinnen und Schweizer die grössten künftigen Bedrohungen dar:
Klimawandel
Pandemien und Infektionskrankheiten
Umweltverschmutzung
Energieversorgung
Cyber-Risiken
Geopolitische Instabilität
Soziale Spannungen und Bewegungen
Neue Sicherheitsbedrohungen und Terrorismus
Natürliche Ressourcen und Biodiversität
Finanzstabilität
Allerdings stellt der Klimawandel auch für die Bevölkerung in der Schweiz die grösste Bedrohung dar, wie neuerdings auch für die US-Bevölkerung.
Die einzigen regionalen Ausnahmen bilden die befragten Personen aus den Bevölkerungen in Afrika und Asien – aus ihrer Sicht werden in den kommenden Jahren nach wie vor Gesundheitsrisiken das grösste Gefahrenpotenzial bergen.