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Mageres Vierteljahr

Allianz: Unwetter im Alpenraum verderben den Quartalsgewinn

Der operative Gewinn des deutschen Versicherungskonzerns sank im abgelaufenen Vierteljahr um 14,6 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro.

Oliver BΓ€te, CEO Allianz
Oliver BΓ€te, CEO AllianzAFP

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Kostspielige Naturkatastrophen haben der Allianz die Finanzergebnisse im dritten Quartal verdorben. Die Schaden-Kosten-Quote fiel wie seit einem Jahrzehnt nicht. Der operative Gewinn ging im abgelaufenen Vierteljahr um 14,6 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zurΓΌck.
Die Schaden-Kosten-Quote sei durch Naturkatastrophen in Hâhe von 7,3 Prozentpunkten beeinflusst worden, das sei der hâchste Wert seit einem Jahrzehnt, teilte das Unternehmen mit. Vor allem in Bayern hatten Unwetter mit Sturm und Hagel im August schwere SchÀden angerichtet; in vielen LÀndern im Alpenraum kam es zu Überschwemmungen.
Allerdings fiel der GewinnrΓΌckgang nicht so stark aus, wie Analysten erwartet hatten: Der bereinigte PeriodenΓΌberschuss der Anteilseigner sank um 29,3 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, wΓ€hrend Analysten knapp zwei Milliarden Euro vorhergesagt hatten. Ein hΓΆheres Anlageergebnis habe die Zusatzkosten wegen der hΓΆheren SchΓ€den teilweise ausgeglichen, erklΓ€rte die Allianz dazu.

Zuversicht fΓΌr das Gesamtjahr

Der deutsche Versicherungskonzern blickt weiterhin zuversichtlich auf das Gesamtjahr. Der scheidende Finanzchef Giulio Terzariol sagte, er sei ziemlich optimistisch, dass die Allianz einen Rekord beim Betriebsgewinn im Jahr 2023 einfahren werde.

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Der Gewinn dΓΌrfte in der oberen HΓ€lfte der Prognosespanne landen - Β«es fehlen uns gerade einmal 3,2 Milliarden Euro zu unserem ZielΒ», sagte Terzariol. Die Allianz sagt fΓΌr 2023 einen Gewinn von 14,2 Milliarden Euro vorher, plus/minus eine Milliarde Euro. In den ersten neun Monaten fuhr der weltweit grΓΆsste Versicherer mit elf Milliarden Euro 3,6 Prozent mehr Gewinn als im Vorjahr ein.

HΓΆhere Preise und Einmaleffekte

Das GeschΓ€ftsvolumen stieg im abgelaufenen Quartal um 4,5 Prozent auf 36,5 Milliarden Euro. FΓΌr die ersten neun Monate meldete die Allianz Einnahmen von 122,1 Milliarden Euro, das sind 4,7 Prozent mehr als vor Jahresfrist.
In der Schaden- und Unfallversicherung spielten dabei hΓΆhere Preise und Volumina eine Rolle. Im GeschΓ€ft mit Lebens- und Krankenversicherungen kamen hohe EinmalbeitrΓ€ge in den USA dazu. Allerdings bekam die Allianz ungΓΌnstige Wechselkurse zu spΓΌren: Der Euro hat im dritten Quartal zum Dollar gut drei Prozent an Wert verloren. Dazu kommen die steigenden Zinsen auf beiden Seiten des Atlantiks, welche das GeschΓ€ft mit der VermΓΆgensverwaltung belasten. HΓΆhere Provisionen seien durch die geringeren ErtrΓ€ge aus dem verwalteten VermΓΆgen mehr als aufgezehrt worden. (reuters/hzi/mig)

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