Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) baut den Bereich Alternativer Risiko Transfer (ART) aus und schafft 20 neue Jobs.denisismagilov - stock.adobe.com
Die Allianz-Tochter Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) hat angekΓΌndigt, die FΓ€higkeiten und Ressourcen des GeschΓ€ftsbereichs Alternative Risk Transfer (ART) zu erweitern. Der Industrieversicherer reagiert so nach eigenen Angaben auf das wachsende Kundeninteresse an massgeschneiderten LΓΆsungen, welche die traditionellen Sach- und Haftpflichtprodukte ergΓ€nzen.
Nach einer Mitteilung von AGCS zielt die neu ausgerichtete Underwriting-Strategie von ART auf Wachstumschancen in zwei Hauptbereichen: Zum einen auf Captive-LΓΆsungen, einschliesslich Captive-Fronting, also das Agieren mit einem firmeneigenen Versicherungsunternehmen, das dem Mutterunternehmen zur Absicherung firmeneigener Versicherungsrisiken im Rahmen der Selbstversicherung dient. Zum anderen auf den Bereich der strukturierten LΓΆsungen, das heisst auf mehrjΓ€hrige, spartenΓΌbergreifende Deckungen, einschliesslich parametrischer Deckungen.
Zu den gezielten Investitionen gehΓΆrt die Aufstockung des derzeit 90-kΓΆpfigen ART-Teams um 20 neue Stellen, um die ART-Leistungen in allen Bereichen zu stΓ€rken, von der Modellierung und dem Underwriting bis hin zu juristischem Fachwissen und SchadensfΓ€llen.
Shanil Williams, Chief Underwriting Officer Corporate der AGCS, sagte: Β«Viele unserer Kunden suchen nach massgeschneiderten LΓΆsungen fΓΌr eine wachsende Zahl von Szenarien β von traditionell versicherbaren Risiken bis hin zu nicht klassisch versicherbaren Risiken wie Lieferketten- oder Nachhaltigkeitsrisiken.Β» Das ART-Team kΓΆnne einen hohen Marktanteil im Bereich des alternativen Risikotransfers vorweisen und mΓΆchte die PrΓ€senz in diesem anspruchsvollen Segment weiter ausbauen, so Shanil Williams weiter: Β«Aus unserer Sicht ergΓ€nzen sich traditioneller und alternativer Risikotransfer optimal, und wir sind bestrebt, fΓΌr jeden Kunden die am besten passende LΓΆsung zu realisieren β sei es mit dem einen oder mit dem anderen oder einer Kombination aus beiden.Β»
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UnterstΓΌtzung fΓΌr die wachsende Zahl von Eigen-Versicherern
Ein strategischer Schwerpunkt des ART-GeschΓ€ftsbereichs sind Captive-LΓΆsungen mit einem starken Fokus auf Captive-Fronting. Das AGCS Captive Solutions Team unter der Leitung von Brian McNamara wurde neu in das multinationale GeschΓ€ft von AGCS integriert. Ziel ist es, multinationale Unternehmen mit eigenem Inhouse-Versicherungsprogramm mit vielfΓ€ltigen LΓΆsungen zu versorgen, die durch das starke globale Netzwerk der Allianz Gruppe in mehr als 200 LΓ€ndern und Territorien unterstΓΌtzt werden.
ZusΓ€tzlich zum Captive Fronting bietet AGCS auch eine breite Palette von Β«entbΓΌndeltenΒ» EinzellΓΆsungen fΓΌr Captives an, wie z.B. RΓΌckversicherung, Stop-Loss-Mechanismen zum Schutz des Captive-Selbstbehalts oder UnterstΓΌtzung einer Captive mit zusΓ€tzlichen strukturierten LΓΆsungen fΓΌr spezifische Risiken.
Strukturierte LΓΆsungen β mehrjΓ€hrige und mehrspurige Deckungen, bei denen ein Teil des Risikos beim Versicherten verbleibt β sind ein weiterer Wachstumsbereich fΓΌr das AGCS ART-Team. Diese Deckungen, so AGCS, schΓΌtzen ein Unternehmen davor, durch mehrere Katastrophenereignisse oder unvorhergesehene hohe AbnutzungsschΓ€den ΓΌbermΓ€ssig exponiert zu sein. Sie beinhalten aber in der Regel auch eine Vereinbarung ΓΌber eine erhebliche Gewinnbeteiligung oder Β«SwingΒ»-Metriken, die die Interessen von Versichertem und Versicherer in Einklang bringen und eine gute Schadenleistung belohnen.
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DarΓΌber hinaus kann ART auch parametrische Deckungen anbieten, die nicht auf EntschΓ€digung basieren, sondern bei denen Deckung und Schadenzahlung durch einen messbaren Index ausgelΓΆst werden, zum Beispiel Klima- oder Wetterindizes. Das ART-Team von AGCS kann auch dabei helfen, Risiken durch Katastrophenanleihen oder andere Formen von versicherungsgebundenen Wertpapieren auf die KapitalmΓ€rkte zu ΓΌbertragen.
Grant Maxwell, Global Head of ART, AGCS, kommentiert: Β«Viele Unternehmen prΓΌfen derzeit ihre Optionen und entscheiden sich dafΓΌr, auf verschiedene Weise mehr Risiko zu behalten. Unsere ART-Instrumente und -Mechanismen kΓΆnnen eingesetzt werden, um die VolatilitΓ€t der Bilanz zu verringern, und zwar sowohl fΓΌr traditionell versicherbare Risiken wie Cyberrisiken oder die Haftung von Direktoren und leitenden Angestellten als auch fΓΌr andere strategisch wichtige GeschΓ€ftsbelange, die traditionell nicht versicherbar sind. Wir verfΓΌgen in all diesen Bereichen ΓΌber umfangreiche Fachkenntnisse und FΓ€higkeiten und sind bestrebt, unseren bestehenden und neuen Kunden mehr Dienstleistungen und KapazitΓ€ten anzubieten.Β»