Die von der Vermögensverwaltungs-Tochter Allianz Global Investors (AllianzGI) entwickelten und aufgelegten Structured Alpha-Hedgefonds hatten den Investoren Milliardenverluste gebracht. Die Papiere waren vor allem an grosse Pensionsfonds verkauft worden, die an eine sichere Anlage glaubten. Doch als die Märkte 2020 wackelten, verloren sie einen Grossteil ihres Einsatzes. Gut zwei Dutzend Anleger haben die Allianz auf rund sechs Milliarden Dollar verklagt, weil die Fonds sich anders als versprochen nicht als krisensicher entpuppt hatten. Sie warfen ihr vor, angesichts der zeitweiligen Panik an den Märkten von ihrer Investmentstrategie abgewichen zu sein.
Die Allianz hatte vor zehn Tagen erklärt, sie habe sich mit dem Grossteil der Kläger geeinigt, und hatte 3,7 Milliarden Euro in der Bilanz für 2021 zurückgestellt. Damit sei aber nicht nur für die Vergleiche, sondern auch für weitere Kosten der Affäre vorgesorgt. Der Versicherer muss sich auch auf Strafen des US-Justizministeriums und der Börsenaufsicht SEC gefasst machen. Am Ende könnten die Kosten damit noch höher ausfallen. (reuters/hzi/sec)