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Altersvorsorge

AHV und BVG: Misstrauen in der Westschweiz ist gross

Personen aus der Deutschschweiz haben mehr Vertrauen in die AHV und die berufliche Vorsorge. Das zeigt die Axa Vorsorgestudie 2023 auf.

Ein RΓΆstigraben beim Thema Vorsorge? Menschen in der Deutschschweiz sind optimistischer, was ihren Lebensstandard im Alter anbelangt.
Ein RΓΆstigraben beim Thema Vorsorge? Menschen in der Deutschschweiz sind optimistischer, was ihren Lebensstandard im Alter anbelangt.Jenny Sturm - stock.adobe.com

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Nur jede fΓΌnfte Person in der franzΓΆsischsprachigen Schweiz glaubt, dass sie ihren gewohnten Lebensstandard nach der Pensionierung aufrechterhalten kann. In der Deutschschweiz ist es hingegen mehr als die HΓ€lfte – das zeigt die Vorsorgestudie 2023 der Axa. Β«Wir beobachten, dass die Romands generell skeptischer sind in Bezug auf ihre Arbeits- und Vorsorgesituation. So ist beispielsweise auch die Angst, den Job zu verlieren, in der franzΓΆsischsprachigen Schweiz gemΓ€ss einer SRG-Umfrage fast dreimal grΓΆsser als in der DeutschschweizΒ», sagt Philippe Weinberger, Leiter Broker Westschweiz bei der Axa.

Weniger Vertrauen in erste und zweite SΓ€ule

Wie die Onlinebefragung der Axa von gut tausend Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren zeigt, sind Romands grundsΓ€tzlich weniger zuversichtlich in Bezug auf die erste und zweite SΓ€ule. In die AHV haben 85 Prozent der Deutsch-, aber nur 67 Prozent der Westschweizerinnen und -schweizer Vertrauen; in die berufliche Vorsorge 87 gegenΓΌber 72 Prozent. Unter den hΓ€ufigsten drei GrΓΌnden fΓΌr die Skepsis werden in beiden Sprachregionen die demografische Entwicklung sowie die Senkung der UmwandlungssΓ€tze genannt. Als weiteren Grund fΓΌhrt die franzΓΆsischsprachige Schweiz die Inflation an, die deutschsprachige mangelndes Vertrauen in die Politik.

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Auf die Frage, wie viel Prozent des Einkommens man als Rente aus der 1. und 2. SΓ€ule bekommen sollte, um den Lebensstandard halten zu kΓΆnnen, antwortet jede vierte Person aus der Romandie, 81 bis 100 Prozent des Lohnes als Rente erhalten zu mΓΌssen, wΓ€hrend in der Deutschschweiz nur jede sechste Person so denkt. In der Deutschschweiz nennt eine Mehrheit 61 bis 80 Prozent des Lohnes.

Romands sorgen auch weniger privat vor

Das Misstrauen der Westschweizerinnen und -schweizer in die erste und zweite SΓ€ule fΓΌhrt nicht dazu, dass sie hΓ€ufiger in der dritten SΓ€ule vorsorgen. Denn wΓ€hrend rund 80 Prozent der Deutschschweizerinnen und -schweizer angeben, eine SΓ€ule 3a zu besitzen, sind es bei den FranzΓΆsischsprechenden nur 70 Prozent. Die dargelegten GrΓΌnde hingegen sind in beiden Sprachregionen dieselben: Es mangelt an Geld oder der Zeitpunkt passt nicht.
Weniger Vertrauen in die erste und zweite SΓ€ule, seltener eine dritte SΓ€ule – wo sehen Romands stattdessen Kapital fΓΌr den Ruhestand? 34 Prozent betrachten das zukΓΌnftige Erbe als wesentlichen Bestandteil ihrer Altersvorsorge. Bei den Deutschschweizerinnen und -schweizern sind es nur 25 Prozent. (pm/hzi/bdw)

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