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Nationalrat vollzieht Kehrtwende

Definitiv kein Teuerungsausgleich fรผr AHV-Renten

Wie zuvor der Nationalrat will auch der Stรคnderat nichts mehr wissen von einem vollen Teuerungsausgleich bei den AHV-Renten.

Der Teuerungsausgleich fรผr AHV-Renten ist vom Tisch: Stรคnde- und Nationalrat haben es hat es abgelehnt, auf eine Umsetzungsvorlage einzutreten.
Der Teuerungsausgleich fรผr AHV-Renten ist vom Tisch: Stรคnde- und Nationalrat haben es hat es abgelehnt, auf eine Umsetzungsvorlage einzutreten.imago/photothek

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Also doch nicht: Der Teuerungsausgleich bei den AHV-Renten ist vom Tisch. Wie zuvor der Nationalrat hat auch der Stรคnderat seine Meinung geรคndert und es am Donnerstag mit 21 zu 20 Stimmen bei einer Enthaltung abgelehnt, auf eine Umsetzungsvorlage einzutreten. In der Herbstsession hatte der Nationalrat einer Motion mit dem selben Anliegen noch zugestimmt. Die grosse Kammer war bereits am Mittwoch dem Antrag einer knappen Mehrheit ihrer Kommission fรผr soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-N) gefolgt.

Allianz von SP, Grรผne und Mitte-Partei

Gegen die zusรคtzliche Rentenerhรถhung stellten sich neben FDP und SVP auch die Grรผnliberalen. Noch im September hatte eine Fraktionsmotion der Mitte im Nationalrat eine knappe Mehrheit gefunden. Damals setzte sich eine Allianz von SP, Grรผne und Mitte-Partei durch - wรคhrend es auf der Gegnerseite Abwesenheiten gab. Wenige Tage spรคter hiess auch der Stรคnderat zwei inhaltlich gleichlautende Vorstรถsse gut. In der Wintersession stimmte er zudem auch der Motion aus dem Nationalrat zu und bekrรคftigte damit seine Haltung.
Die Befรผrworterinnen und Befรผrworter eines vollen Teuerungsausgleichs argumentierten insbesondere mit den gestiegenen Preisen infolge des Ukraine-Kriegs. Geben sollte es diesen nach ihrem Willen auch bei IV-Renten und Ergรคnzungsleistungen.

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Bei der Rentenerhรถhung geht um 0,3 Prozentpunkte

Nun wird sich die kleine Kammer bereits am Donnerstag ein drittes Mal mit dem Thema befassen. Dann steht dort die Beratung der Umsetzungsvorlage des Bundesrats auf dem Programm. Anders als im Nationalrat haben im Stรคnderat SP, Grรผne und Mitte-Partei zusammen eine Mehrheit. Lehnen beide Rรคte ein Eintreten ab oder tut dies ein Rat zweimal, ist die Vorlage vom Tisch. Gemรคss der vorgeschlagenen ร„nderung des AHV-Gesetzes sollen zu der bereits im Januar vorgenommenen Rentenerhรถhung um 2,5 Prozent 0,3 Prozentpunkte dazukommen. Die zusรคtzliche Rentenerhรถhung kostet insgesamt 418 Millionen Franken fรผr die Jahre 2023 und 2024. Die IV trรคgt 54 Millionen Franken der Mehrausgaben. Die Mehrkosten sollen nach dem Willen des Bundesrats ausnahmsweise nicht durch den Bund mitfinanziert werden. (sda/awp/hzi/hoh)

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